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Was kostet eine Wallbox-Installation in Hamburg?

5 Min. Lesezeit 891 Wörter

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Der Artikel wurde beim Aufbau der Website geschrieben und ist noch nicht fachlich freigegeben. Er enthält Aussagen über Normen, Pflichten und Abläufe. Für verbindliche Auskünfte zu Ihrem Einzelfall fragen Sie uns bitte direkt.

Die Anschaffung ist der kleinere Posten. Teuer wird es dort, wo die Hausinstallation nicht mitspielt — und das lässt sich vorher klären.

Wer nach dem Preis einer Wallbox-Installation sucht, findet im Netz vor allem eines: die Preise der Geräte. Eine Ladestation kostet zwischen einigen hundert und deutlich über tausend Euro — je nach Leistung, Ausstattung und Hersteller. Das ist der sichtbare Teil.

Die Kosten der Installation richten sich nach etwas anderem: danach, wie viel Arbeit zwischen dem Verteilerkasten und dem Aufstellort liegt. Und genau dieser Teil lässt sich nicht pauschal beantworten, ohne das Haus gesehen zu haben. Im Folgenden erklären wir, wodurch der Aufwand entsteht — damit Sie ein Angebot beurteilen können, auch wenn es von jemand anderem kommt.

Vier Faktoren, die den Aufwand bestimmen

1. Der Zustand des Verteilers

Jede Ladestation braucht einen eigenen Stromkreis. Im Verteiler heißt das: einen freien Platz, eine Sicherung und einen Fehlerstromschutz, der für den Ladebetrieb geeignet ist. Ist kein Platz frei, muss die Verteilung erweitert werden. Fehlt der passende Fehlerstromschutz, muss er ergänzt werden.

In Hamburger Altbauten — etwa in Altona oder Eimsbüttel — ist das der häufigste Kostenfaktor. Nicht die Wallbox ist das Problem, sondern die Anlage, an die sie soll.

2. Der Weg zum Aufstellort

Die Leitung vom Verteiler zur Ladestation muss verlegt werden. Innerhalb einer Garage an einer Wand sind das wenige Meter. Wenn der Stellplatz im Hinterhof liegt, das Haus aber an der Straße steht, liegen dazwischen schnell zwanzig oder dreißig Meter — und manchmal eine Brandschutzwand.

3. Die Leitungslänge und der Querschnitt

Je länger die Leitung, desto größer muss der Querschnitt gewählt werden, damit am Ende noch die vorgesehene Leistung ankommt. Ein größerer Querschnitt ist teurer im Material und aufwendiger in der Verlegung.

4. Die Anmeldung beim Netzbetreiber

In Hamburg ist das die Stromnetz Hamburg GmbH. Die Anmeldung ist keine Formalie — sie ist erforderlich, und je nach Leistung der Ladestation ist sie eine Anmeldung (bis 12 kVA) oder eine Zustimmungspflicht (darüber). Wer den Aufwand dafür selbst trägt, spart einmalig und zahlt im Schadensfall möglicherweise mehr.

Was in einem Angebot stehen sollte

Ein Angebot, das nur eine Endsumme nennt, lässt sich nicht prüfen. Fragen Sie nach diesen Positionen:

  • Ladestation: welches Modell, welche Leistung, welche Ausstattung
  • Leitungsweg: Länge und Querschnitt, unter oder auf Putz
  • Verteiler: was wird geändert, was kommt neu hinzu
  • Fehlerstromschutz: vorhanden, ergänzt oder Typ B erforderlich
  • Anmeldung: im Preis enthalten oder nicht
  • Abnahme: wird ein Messprotokoll erstellt

Ein Betrieb, der diese Punkte beantwortet, weiß was er tut. Ein Angebot ohne diese Angaben lässt sich später nicht nachvollziehen.

Was man vorher klären kann, um Überraschungen zu vermeiden

Am meisten Geld spart man, wenn man vor der Beauftragung nachsieht. Eine kostenlose Besichtigung deckt die vier Faktoren oben ab und macht aus einer Schätzung einen Festpreis. Das ist der Unterschied zwischen „vermutlich einige hundert Euro" und einer Zahl, auf die Sie sich verlassen können.

Hilfreich sind außerdem zwei Fotos: eines vom geöffneten Verteilerkasten und eines vom geplanten Aufstellort. Damit lässt sich am Telefon oft schon sagen, ob es sich um ein einfaches oder ein aufwendiges Projekt handelt.

Was die Leistung der Wallbox mit dem Preis zu tun hat

Eine 11-kW-Ladestation reicht für die meisten Haushalte: Ein Fahrzeug ist über Nacht vollständig geladen. Eine 22-kW-Station kostet mehr — und verursacht zusätzlichen Aufwand, wenn die Hauszuleitung dafür nicht ausgelegt ist. Sie nützt nichts, wenn das Fahrzeug die Leistung nicht annimmt.

Wir empfehlen nur dann die stärkere Variante, wenn beide Voraussetzungen gegeben sind. Wenn nicht, entsteht dadurch kein Nachteil — nur eine niedrigere Rechnung.

Was Sie vor dem Angebot selbst klären können

Es gibt drei Dinge, die Sie ohne Werkzeug herausfinden können — und die den Unterschied machen, ob aus einer Besichtigung ein kurzes Angebot oder eine längere Planung wird.

Erstens: Wo ist der Verteilerkasten, und ist er zugänglich? Ein Verteiler hinter einer eingebauten Schrankwand oder in einem zugestellten Kellerabteil führt bei jeder Arbeit zu Mehrzeit. Wenn Sie ihn vorher freiräumen können, ist das gesparte Arbeitszeit.

Zweitens: Wie weit ist der Weg vom Verteiler zum Stellplatz? Messen Sie grob nach. Zwanzig Meter statt fünf Meter sind ein anderer Materialaufwand und oft ein anderer Querschnitt.

Drittens: Ist ein FI-Schalter vorhanden, und wie viele Stromkreise gibt es? Ein Blick in den Verteiler zeigt beides. Ein FI-Schalter mit einem Test-Knopf ist bereits vorhanden; fehlt er ganz, kommt ein zusätzlicher Posten dazu.

Mit diesen drei Angaben — und zwei Fotos vom Verteiler und vom Aufstellort — lässt sich am Telefon häufig schon eine belastbare Größenordnung nennen, statt nur „das müssen wir sehen".

Warum wir keinen Preis am Telefon nennen — aber auch nicht schweigen

Es gibt Betriebe, die am Telefon eine Zahl nennen und sie bei der Besichtigung korrigieren. Das ist für den Kunden unangenehm und für den Betrieb ein schlechtes Geschäft.

Es gibt aber auch das andere Extrem: „Das können wir pauschal nicht sagen." Auch das hilft niemandem — der Kunde weiß danach genauso viel wie vorher.

Unser Weg liegt dazwischen: Wir nennen am Telefon was den Preis bestimmt und welche Punkte zu Zusatzaufwand führen können, und wir sagen, wenn ein Fall erkennbar aufwendig ist. Die verbindliche Zahl kommt nach der Besichtigung — als Festpreis, nicht als Schätzung.

So wissen Sie vorher, worauf Sie sich einlassen, ohne dass eine Zahl aus der Ferne nachher korrigiert werden muss.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Wallbox überhaupt gegenüber der Haushaltssteckdose?

Für das tägliche Laden ja. Eine Ladestation ist für stundenlangen Betrieb ausgelegt und überwacht die Ladung. Eine Haushaltssteckdose ist das nicht — Details dazu stehen im Artikel Wallbox oder Schuko-Steckdose?.

Kann ich die Wallbox mitnehmen, wenn ich umziehe?

Technisch ja. Die Ladestation lässt sich demontieren und am neuen Ort wieder anbringen — die Zuleitung bleibt im Haus. Ob sich das lohnt, hängt vom Alter und Zustand der Ladestation ab. Die Anmeldung beim Netzbetreiber muss für den neuen Anschluss erneut erfolgen.

Muss die Wallbox angemeldet werden, auch wenn sie selten genutzt wird?

Ja. Die Anmeldepflicht hängt an der Installation, nicht an der Nutzungshäufigkeit. Eine nicht angemeldete Ladestation kann bei einer Prüfung der Anlage oder im Schadensfall zum Thema werden.

Bekomme ich eine Förderung für die Wallbox?

Bei Fragen zu aktuellen Fördermöglichkeiten sprechen Sie uns an. Wir sagen Ihnen gern, welche Programme gerade laufen und welche Unterlagen dafür gebraucht werden.

Eine Zusage über die Höhe kann allerdings nur die Stelle geben, die fördert — Förderprogramme ändern sich regelmäßig und laufen aus. Verbindliche Auskunft bekommen Sie bei Ihrer Kommune und bei Ihrem Netzbetreiber. Die Rechnung von uns enthält alle Positionen, damit Sie sie einreichen können.

Wallbox Installation anfragen

Schildern Sie kurz, worum es geht. Wir melden uns und sagen Ihnen, was in Ihrem Fall möglich ist — die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich.

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